Frühlingserwachen: Neues Leben, nicht nur in der Natur, sondern auch in alten Mauern und in unseren Dörfern!

Mit der Nutzungsänderung im Pilgerhof in Altenmünster (siehe Artikel S. 12), wird im Schweinfurter Oberland erstmals „Gemeinschaftliches Wohnen“ angestoßen (oder gibt es das woanders im Schweinfurter Oberland auch noch?) Auch in Schonungen gibt es jetzt eine Quartiersmanagerin (siehe S. 20).

Die Findungsphase des Daseinsvorsorgekonzeptes der Oberlandgemeinden ist abgeschlossen und wird in einer Abschlussveranstaltung am 11. März in Stadtlauringen vorgestellt (siehe S. 39). Kleinprojekte, die die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnsse im ländlichen Raum herstellen sollen, werden im Rahmen eines Regionalbudgets gefördert (siehe S. 31).

Seit Februar 2020 geht das Projekt „Marktplatz der Generationen“ in die 3. Phase (es werden wahrscheinlich weitere folgen). Daran beteiligt sind aus dem Schweinfurter Oberland Rannungen und unsere Nachbargemeinde Aidhausen.

„Ziel des „Marktplatzes der Generationen“ ist es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen älterer Menschen entsprechen und damit letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern Rechnung tragen. Mit einer individuellen und passgenauen Beratung werden kleine Gemeinden dabei unterstützt, auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen und ihre Infrastruktur zukunftsfest zu machen. Das umfasst die Nah- und Grundversorgung, die soziale, gesundheitliche und pflegerische Infrastruktur, die gesellschaftliche Teilhabe, aber auch neue Wohnkonzepte, damit insbesondere ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können.“
Bayrisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales: https://www.stmas.bayern.de/senioren/kommunen/generationenmarkt.php

Es gibt so viele Möglichkeiten für jede einzelne Gemeinde, aber auch für ihre Bürger, die Dörfer hier bei uns zukunftsfähig zu machen und die Lebensqualität, vor allem auch für ältere Mitbürger bis ins hohe Alter zu erhalten und zu fördern. Dazu müssen manchmal auch neue und ungewohnte Wege gegangen werden. Nur wir müssen dies Möglichkeiten auch wahrnehmen und diese Wege auch gehen.

Mein Wunsch und meine Bitte an die neu gewählten Gemeindegremien und Bürgermeister/innen wäre: Saniert nicht nur Gebäude, Straßen und Abwasserleitungen. Kümmert euch um das soziale Miteinander und die Lebensqualität der Dörfer. Etabliert feste Stellen dafür in den Gemeindeverwaltungen und scheut euch nicht ungewöhnliche Wege zu gehen. Setzt euch über die Bedenkenträger hinweg und lasst euch nicht abschrecken von Aussagen wie: „dafür sind wir zu klein“, „das funktioniert doch bei uns nicht“, „dafür haben wir nicht die Mittel“.

Wagt etwas!

Die Bürger und künftige Generationen werden es euch danken!
RESI RUDOLPH

» 55. Ausgabe des Schweinfurter OberLandKuriers